18 Jan

Sicheres Surfen im Internet – Ein paar Tipps für Eltern und Kinder

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Eine Anleitung für Kinder und Jugendliche

  1. Misstrauisch sein

Wenn ihr von einem Fremden via Facebook, WhatsApp, KiK oder einem anderen Messenger freundlich angeschrieben werdet, mag das auf den ersten Blick vielleicht harmlos erscheinen, es könnte aber auch jemand sein der nichts Gutes im Sinn hat. Wenn ihr die Person nicht kennt, solltet ihr im Zweifelsfall einfach die Nachricht löschen. Das Selbe gilt auch für Freundschaftsanfragen. Wenn ihr euch nicht sicher seid, solltet ihr erst annehmen wenn ihr mit der Person in „echt“ z.B.: in der Schule gesprochen habt.

 

  1. Keine Informationen verraten

Verwendet bei euren Accounts im Internet nicht eure echten Namen, Adressen, usw.. Ihr würdet auch nicht Jedem auf der Straße einfach euren Namen verraten, weil er / sie danach fragt. In Facebook sollen zwar Benutzer ihre echten Daten angeben, wir halten das allerdings für falsch. Eure Freunde kenne eure Spitznamen und erkennen euch auch auf Profilbildern usw.
Aktuell kann ein Facebook Account für viele andere Dienste wie Instagram, Pintrest oder Spotify verwendet werden. Wir raten allerdings dazu lieber einzelne Accounts zu erstellen und nicht alles zu verbinden. Es ist zwar einfacher, weil man sich nicht überall einzeln anmelden muss, aber das ganze hat auch ein paar Nachteile:
Facebook Freunde bekommen so immer mit was ihr gerade in anderen Netzwerken macht. Getrennte Profile erhöhen auch die Sicherheit.

 

  1. Schützt eure Profile und Accounts

Passwort: Wählt ein Passwort das ihr euch leicht merken könnt, es sollte min. 10 Stellen haben, min. ein Sonderzeichen wie „!“, eine Zahl und Groß.- und Kleinschreibung.
Verwendet auf keinen Fall folgende Dinge:
Vor- und Nachnamen, Spitznamen, Haustiere, Geburtsdatum und Hobbys
Hier ein Beispiel von einem guten Kennwort: Sch8auF?el99

 

Facebook: unter folgendem Link findet Ihr die Facebook Privatsphäre Einstellungen:
https://www.facebook.com/settings/?tab=privacy&privacy_source=privacy_lite
Ihr solltet folgendes einstellen:
„Wer kann meine Inhalte sehen?“: Freunde
„Wer kann mich Kontaktieren“: Freunde von Freunden
„Wer kann nach mir suchen“: Freunde von Freunden
und unter „Möchtest du, dass Suchmaschinen außerhalb von Facebook dein Profil anzeigen?“: Nein

Instagram: Tippt in der Instagram App auf euer Profil (rechts unten in der Ecke), dann ganz oben rechts auf das Zahnrad und unter dem Menüpunkt Konto aktiviert ihr den Punkt „Privates Konto“.
Das heißt, dass nur mehr Personen eure Fotos sehen dürfen, die Ihr auch zuvor bestätigt habt.

WhatsApp: Tippt auf Einstellungen (rechts unten), dann auf „Account“, dann auf „Datenschutz“. Unter den drei Punkten solltet ihr folgendes einstellen:
„Zuletzt Online“: Niemand (Eure Eltern werden sich zwar ärgern, weil sie nicht mehr sehen wie lange ihr auf wart, aber es geht auch niemand etwas an wann ihr online seid und wann nicht.)
„Profilbild“: Meine Kontakte
„Status“: Meine Kontakte

 

  1. Glaubt nicht alles im Internet

Im Internet und vor allem in Facebook finden sich viele unglaubliche Geschichten und Nachrichten, z.B.: Facebook wird ab sofort was kosten, Todkranken Kindern und bei jedem Like zahlt Facebook ein paar Cent und viele viele mehr.
Selbst Erwachsenen fällt es oft schwer die Wahrheit zu erkennen.
Teilt nicht alles und hinterfragt solche Meldungen. Redet mit euren Eltern darüber ob das stimmen kann.

Unter folgendem Link findet ihr einen Verein der Falschmeldungen und Internetmissbrauch auflistet (gegebenenfalls könnt ihr hier nachlesen ob eine Meldung falsch ist.) http://www.mimikama.at

 

  1. Viren, Würmer und Trojaner

Der beste Schutz gegen Viren, Würmer und Trojaner ist immer noch der „Anti Viren Schutz“. Auf jedem Computer sollte so ein Programm installiert sein. Einen Anti Virenschutz erhaltet ihr kostenlos im Internet, Googelt einfach nach „free antivirus“.
Ein paar Hersteller: AVG, Avira, Avast
Die freien Antiviren Programme haben zwar immer Werbung enthalten wo steht, dass ihr unbedingt die Vollversion kaufen müsst, aber die gratis Version reicht im Normalfall aus und ihr könnt die Werbung einfach ignorieren.

 

  1. Email

Am besten verwendet ihr zwei Email Adressen, eine für Schule, Freunde, Facebook usw. und eine Email-Adresse für Internetforen, Gewinnspiele, und diverse Dienste wo ihr eure Email angeben müsst.
Die zweite Email-Adresse wird dann wahrscheinlich von diversen Spammails gefüllt, die ihr dann einfach löschen könnt.
Öffnet keine Email-Anhänge von Personen die ihr nicht kennt, sehr oft ist im Email Anhang ein Virus zu finden.

 

  1. Mobbing

Wenn ihr lest wie andere Personen auf ask.fm, Facebook, Instagram, usw. von anderen gemobbt oder beleidigt werden, solltet ihr auf keinen Fall einfach zusehen.
Das Beste wäre es dem Opfer beizustehen und euch hinter das Opfer zu stellen.
Ihr könnt einfach posten das ihr mit Mobbing oder Beleidigungen nicht einverstanden seid auch wenn das sehr viel Mut kostet.
Und in jedem Fall könnt ihr euch bei Eltern, Lehrern oder Facebook selbst Hilfe holen, auch wenn ihr nicht selbst betroffen seid.

Was könnt ihr tun, wenn ihr selbst beleidigende Kommentare bekommt?
Das Beste ist es diese Kommentare zu löschen, damit nicht noch mehr Personen beleidigende Dinge dazu schreiben können. Vor dem Löschen solltet ihr aber auf jeden Fall Fotos von den Kommentaren machen, da diese später vielleicht als Beweis wichtig sind. Im Notfall kann auch die Polizei helfen, denn was viele nicht wissen ist das man sich mit Beleidigungen oder Lügen sowie der Verbreitung von Fotos und Videos von anderen Personen (ohne das diese Person damit einverstanden ist) auch strafbar macht.

Eltern Info:

  1. Seit 1.1.2016 ist laut §107c StGB Cybermobbing strafbar.
  2. Beratungsstellen:

https://die-moewe.beranet.info
https://www.rataufdraht.at