20 Jan

Linux und Android Kernel – Zero-Day Root Exploit

CVE-2016-0728
Linux und Android Kernel – Zero-Day Root Exploit

(CVE-2016-0728) Die Lokale „root privilege escalation“ besteht seit 2012 und existiert in allen Kernel Versionen seit 3.8. D.h. mehrere Millionen 32/64bit Linux Systeme sind betroffen. Ebenso sind alle Android Versionen ab KitKat betroffen und das sind ca. 66 Prozent aller Android Systeme.

Für eine erfolgreichen Exploit muss der Angreifer bereits auf dem System angemeldet sein. Die Lücke befindet sich in der Speicherverarbeitung der Schlüsselbund-Komponente . (Dieser wird von Userspace Prozessen und Treibern dazu genutzt, Authentifizierungs- und Krypto-Schlüssel zu verwalten.) Durch ausnutzen eines Integer Overflows ist es möglich sich Systemrechte zu verschaffen.
Auf einem aktuellen Core i7 System ist die Durchlaufzeit des Exploits ca. 30 Minuten.
Der Exploit wird von Schutztechniken wie SMAP, SMEP oder SELinux (SEAndroid) erschwert bzw. verhindert wird.

Proof of Concept ist auf github unter folgendem Link zu finden: Proof of Concept Link
CVE RedHat
CVE Debian

18 Jan

Sicheres Surfen im Internet – Ein paar Tipps für Eltern und Kinder

internet-kinder-eltern-sicherheitSicheres Surfen im Internet – Ein paar Tipps für Eltern und Kinder
Eine Anleitung für Kinder und Jugendliche

  1. Misstrauisch sein

Wenn ihr von einem Fremden via Facebook, WhatsApp, KiK oder einem anderen Messenger freundlich angeschrieben werdet, mag das auf den ersten Blick vielleicht harmlos erscheinen, es könnte aber auch jemand sein der nichts Gutes im Sinn hat. Wenn ihr die Person nicht kennt, solltet ihr im Zweifelsfall einfach die Nachricht löschen. Das Selbe gilt auch für Freundschaftsanfragen. Wenn ihr euch nicht sicher seid, solltet ihr erst annehmen wenn ihr mit der Person in „echt“ z.B.: in der Schule gesprochen habt.

 

  1. Keine Informationen verraten

Verwendet bei euren Accounts im Internet nicht eure echten Namen, Adressen, usw.. Ihr würdet auch nicht Jedem auf der Straße einfach euren Namen verraten, weil er / sie danach fragt. In Facebook sollen zwar Benutzer ihre echten Daten angeben, wir halten das allerdings für falsch. Eure Freunde kenne eure Spitznamen und erkennen euch auch auf Profilbildern usw.
Aktuell kann ein Facebook Account für viele andere Dienste wie Instagram, Pintrest oder Spotify verwendet werden. Wir raten allerdings dazu lieber einzelne Accounts zu erstellen und nicht alles zu verbinden. Es ist zwar einfacher, weil man sich nicht überall einzeln anmelden muss, aber das ganze hat auch ein paar Nachteile:
Facebook Freunde bekommen so immer mit was ihr gerade in anderen Netzwerken macht. Getrennte Profile erhöhen auch die Sicherheit.

 

  1. Schützt eure Profile und Accounts

Passwort: Wählt ein Passwort das ihr euch leicht merken könnt, es sollte min. 10 Stellen haben, min. ein Sonderzeichen wie „!“, eine Zahl und Groß.- und Kleinschreibung.
Verwendet auf keinen Fall folgende Dinge:
Vor- und Nachnamen, Spitznamen, Haustiere, Geburtsdatum und Hobbys
Hier ein Beispiel von einem guten Kennwort: Sch8auF?el99

 

Facebook: unter folgendem Link findet Ihr die Facebook Privatsphäre Einstellungen:
https://www.facebook.com/settings/?tab=privacy&privacy_source=privacy_lite
Ihr solltet folgendes einstellen:
„Wer kann meine Inhalte sehen?“: Freunde
„Wer kann mich Kontaktieren“: Freunde von Freunden
„Wer kann nach mir suchen“: Freunde von Freunden
und unter „Möchtest du, dass Suchmaschinen außerhalb von Facebook dein Profil anzeigen?“: Nein

Instagram: Tippt in der Instagram App auf euer Profil (rechts unten in der Ecke), dann ganz oben rechts auf das Zahnrad und unter dem Menüpunkt Konto aktiviert ihr den Punkt „Privates Konto“.
Das heißt, dass nur mehr Personen eure Fotos sehen dürfen, die Ihr auch zuvor bestätigt habt.

WhatsApp: Tippt auf Einstellungen (rechts unten), dann auf „Account“, dann auf „Datenschutz“. Unter den drei Punkten solltet ihr folgendes einstellen:
„Zuletzt Online“: Niemand (Eure Eltern werden sich zwar ärgern, weil sie nicht mehr sehen wie lange ihr auf wart, aber es geht auch niemand etwas an wann ihr online seid und wann nicht.)
„Profilbild“: Meine Kontakte
„Status“: Meine Kontakte

 

  1. Glaubt nicht alles im Internet

Im Internet und vor allem in Facebook finden sich viele unglaubliche Geschichten und Nachrichten, z.B.: Facebook wird ab sofort was kosten, Todkranken Kindern und bei jedem Like zahlt Facebook ein paar Cent und viele viele mehr.
Selbst Erwachsenen fällt es oft schwer die Wahrheit zu erkennen.
Teilt nicht alles und hinterfragt solche Meldungen. Redet mit euren Eltern darüber ob das stimmen kann.

Unter folgendem Link findet ihr einen Verein der Falschmeldungen und Internetmissbrauch auflistet (gegebenenfalls könnt ihr hier nachlesen ob eine Meldung falsch ist.) http://www.mimikama.at

 

  1. Viren, Würmer und Trojaner

Der beste Schutz gegen Viren, Würmer und Trojaner ist immer noch der „Anti Viren Schutz“. Auf jedem Computer sollte so ein Programm installiert sein. Einen Anti Virenschutz erhaltet ihr kostenlos im Internet, Googelt einfach nach „free antivirus“.
Ein paar Hersteller: AVG, Avira, Avast
Die freien Antiviren Programme haben zwar immer Werbung enthalten wo steht, dass ihr unbedingt die Vollversion kaufen müsst, aber die gratis Version reicht im Normalfall aus und ihr könnt die Werbung einfach ignorieren.

 

  1. Email

Am besten verwendet ihr zwei Email Adressen, eine für Schule, Freunde, Facebook usw. und eine Email-Adresse für Internetforen, Gewinnspiele, und diverse Dienste wo ihr eure Email angeben müsst.
Die zweite Email-Adresse wird dann wahrscheinlich von diversen Spammails gefüllt, die ihr dann einfach löschen könnt.
Öffnet keine Email-Anhänge von Personen die ihr nicht kennt, sehr oft ist im Email Anhang ein Virus zu finden.

 

  1. Mobbing

Wenn ihr lest wie andere Personen auf ask.fm, Facebook, Instagram, usw. von anderen gemobbt oder beleidigt werden, solltet ihr auf keinen Fall einfach zusehen.
Das Beste wäre es dem Opfer beizustehen und euch hinter das Opfer zu stellen.
Ihr könnt einfach posten das ihr mit Mobbing oder Beleidigungen nicht einverstanden seid auch wenn das sehr viel Mut kostet.
Und in jedem Fall könnt ihr euch bei Eltern, Lehrern oder Facebook selbst Hilfe holen, auch wenn ihr nicht selbst betroffen seid.

Was könnt ihr tun, wenn ihr selbst beleidigende Kommentare bekommt?
Das Beste ist es diese Kommentare zu löschen, damit nicht noch mehr Personen beleidigende Dinge dazu schreiben können. Vor dem Löschen solltet ihr aber auf jeden Fall Fotos von den Kommentaren machen, da diese später vielleicht als Beweis wichtig sind. Im Notfall kann auch die Polizei helfen, denn was viele nicht wissen ist das man sich mit Beleidigungen oder Lügen sowie der Verbreitung von Fotos und Videos von anderen Personen (ohne das diese Person damit einverstanden ist) auch strafbar macht.

Eltern Info:

  1. Seit 1.1.2016 ist laut §107c StGB Cybermobbing strafbar.
  2. Beratungsstellen:

https://die-moewe.beranet.info
https://www.rataufdraht.at

15 Jan

777 – OpenSSH-Vulnerability leaked geheime Schlüssel

777-triple-seven-opensshTriple Seven – (CVE-2016-0777 und -0778) – OpenSSH Vulnerability

Eine seit 2010 standardmäßig aktivierte und unfertige OpenSSH Option führt dazu das Server die geheimen Schlüssel der sich verbindenden Benutzern auslesen kann.
Updates, zum schließen der Lücke, wurden bereits veröffentlicht.

Aufgrund der CVE Nummer CVE-2016-0777 und -0778 hat diese Schwachstellen den Spitznamen „Triple-Seven“ bekommen.
Betroffen sind alle Open SSH-Versionen von 5.4 – 7.1. Update 7.1p2 schließt die Lücke.

Hier der Security Advisor mit Proof of Concept  von Qualys

14 Jan

Achtung UPC Kunden – Standard WLAN Passwörter leicht zu hacken

hackedDer niederländische Sicherheitsforscher Peter Geissler hat ein Tool veröffentlicht mit dem sich die Standard Passwörter von einigen UPC Modems leicht berechnen lassen.

UPC Kunden sollten ihre WLAN Kennwörter so schnell wie möglich ändern.

Fehler:
Das WPA2 Kennwort bei UPC Modems wird aus der geheimen Seriennummer des Modems generiert und genau hier hat UPC ordentlich gepatzt. Die Seriennummer korrespondiert unerfreulicherweise leider mit der ESSID welche öffentlich einsehbar ist.
Dadurch lässt sich das Kennwort mit wenig aufwand berechnen.

UPC hat begonnen seine Kunden per Mail zu informieren.

Hier finden sie die Anleitung zum ändern des WLAN Kennworts der verschiednen Modems von UPC:
Link

13 Jan

ChameleonMini – NFC/RFID Pentesting Tool

Neues NFC / RFID Security und Pentest Tool.
Die frei programmierbare Plattform kann perfekte Klone von verschiedenen bestehenden kommerziellen Smartcards , einschließlich kryptographische Funktionen, erstellen.
Es kann für verschiedenste RFID und NFC Angriffsszenarien verwendet werden, z.B. replay und relay attacks sowie state restoration attacks oder NFC sniffing.

mehr unter: https://www.kickstarter.com/projects/1980078555/chameleonmini-a-versatile-nfc-card-emulator-and-mo